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Mithelfen: Freiwilligenarbeit ab 60

Wer gebraucht wird, kommt fast von allein mit anderen Menschen in Kontakt. Und man tut dabei noch etwas Sinnvolles.

Nach der Pensionierung habe ich etwa ein Jahr gebraucht, bis ich gemerkt habe, was mir fehlt. Nicht die Arbeit, sondern das Gefühl, dass jemand auf mich zählt. Freiwilligenarbeit hat diese Lücke gefüllt, und nebenbei habe ich mehr Leute kennengelernt als in allen Kursen zusammen.

Angebote in Burgdorf und im Emmental

WoWas man machtKontakt
Rotkreuz-Fahrdienst, SRK Bern Region EmmentalÄltere oder kranke Menschen mit dem eigenen Auto zum Arzt, zu Terminen oder zum Einkaufen fahren. Der Fahrdienst sucht laufend Fahrerinnen und Fahrer.034 422 00 35 srk-bern.ch
Tischlein deck dich, Abgabestelle BurgdorfLebensmittel, die sonst weggeworfen würden, an Menschen mit wenig Geld verteilen. Abgabe am Mittwoch ab 14.30 Uhr bei Bewegung Plus, Lyssachstrasse 23.tischlein.ch
Geburtstagsbesuche, reformierte KirchgemeindeÄlteren Menschen in Burgdorf zum Geburtstag einen Besuch machenref-kirche-burgdorf.ch
benevol Kanton BernDie kantonale Fachstelle für Freiwilligenarbeit, mit einer Stellenbörse für Freiwilligebenevol.ch/bern, Börse auf benevol-jobs.ch

Welche Aufgabe passt zu wem?

Wenn Sie gern Auto fahren

Der Fahrdienst ist ideal. Man ist selbständig unterwegs, teilt sich die Zeit ein und hat mit jeder Fahrt ein Gespräch. Die meisten Fahrgäste erzählen gern, und manche Fahrt zum Spital in Burgdorf dauert im Kopf länger als auf der Strasse. Fragen Sie beim Roten Kreuz nach, wie die Spesen geregelt sind.

Wenn Sie lieber im Team arbeiten

Bei einer Lebensmittelabgabe steht man zu mehreren hinter dem Tisch, hat einen festen Wochentag und lernt die Kolleginnen und Kollegen schnell kennen. Es braucht keine Vorkenntnisse, nur Pünktlichkeit und einen freundlichen Ton.

Wenn Sie gern zuhören

Besuchsdienste passen zu Menschen, die geduldig sind und sich für fremde Lebensgeschichten interessieren. Man bekommt meistens Kaffee und Kuchen, und manchmal Geschichten, die man nie vergisst.

Wie viel Zeit muss man haben?

Weniger, als viele denken. Ein halber Tag pro Woche oder zwei Fahrten im Monat sind bei den meisten Organisationen willkommen. Wichtiger als viel Zeit ist, dass man verlässlich ist. Sagen Sie lieber zu wenig zu und halten Sie es ein.

Mein Rat für den Anfang: Rufen Sie zuerst an, fragen Sie nach einem Schnuppertag und sagen Sie ehrlich, was Sie können und was nicht. Wer zum Beispiel nach einer Knieoperation nicht schwer heben darf, findet trotzdem fast überall etwas.

Und wer beim Mithelfen jemanden kennengelernt hat, den er öfter sehen möchte: Dazu habe ich ein paar Gedanken unter Partnersuche aufgeschrieben.

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