Diese Seite ist für die Kinder und Enkel. Ich schreibe sie aus der anderen Perspektive: als Vater, um den sich seine Tochter Sorgen gemacht hat.
Nach dem Tod meiner Frau hat meine Tochter jeden Sonntag angerufen und gefragt: «Und, was hast du diese Woche gemacht?» Ich habe jedes Mal etwas erfunden, einen Spaziergang, einen Jass. In Wahrheit sass ich vor dem Fernseher. Sie hat es natürlich gemerkt. Wie sie damit umgegangen ist, hat mir am Ende sehr geholfen, und darum schreibe ich das hier auf.
Einsamkeit sieht man selten auf den ersten Blick. Ein paar Zeichen, die meine Tochter mir später aufgezählt hat:
Nicht jedes dieser Zeichen bedeutet Einsamkeit, manches kann auch eine Depression oder eine beginnende Krankheit sein. Wenn mehrere zusammenkommen, lohnt sich ein Gespräch mit dem Hausarzt.
Ratschläge wie «Du musst halt mehr rausgehen». Ein ausgedrucktes Kursprogramm, das mir in die Hand gedrückt wurde. Und der gut gemeinte Satz «Andere in deinem Alter machen doch auch …». Alles richtig, aber man fühlt sich danach noch kleiner.
Meine Tochter hat eines Tages gefragt, ob ich sie zu einem Vortrag an der Seniorenuni begleiten würde, sie interessiere sich für das Thema. Das war natürlich gelogen, aber es hat funktioniert. Ich musste nicht allein hinein, und beim zweiten Mal bin ich ohne sie gegangen.
Daraus mein Rat an Angehörige:
| Stelle | Wobei sie hilft | Kontakt |
|---|---|---|
| Pro Senectute, Beratungsstelle Burgdorf | Kostenlose Sozialberatung für ältere Menschen, auch auf Anfrage von Angehörigen | Lyssachstrasse 17, 034 420 16 50 |
| Fachstelle Alter, Stadt Burgdorf | Überblick über alle Angebote für ältere Menschen in der Stadt | Kirchbühl 17, 034 429 94 37 |
| Hausärztin oder Hausarzt | Wenn Sie hinter dem Rückzug eine Krankheit oder eine Depression vermuten |
Und falls Ihr Vater oder Ihre Mutter wieder jemanden kennenlernen möchte: Freuen Sie sich mit. Ein paar Gedanken dazu, auch zum Schutz vor Betrügern, stehen unter Partnersuche.